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PfeilTermine TuS Vinsebeck

Donnerstag, 29. März

Kreisliga A: TIG Brakel - TuS Vinsebeck, 18.15 Uhr.

Kreisliga C: TuS Vinsebeck II - VfL Eversen II, 18.15 Uhr.

Ostermontag, 2. April

Kreisliga A: TuS Vinsebeck - SG Altenbergen/Vörden, 15 Uhr.

Kreisliga C: SV Herste - TuS Vinsebeck II, 15 Uhr.

PfeilSport-News

TuS Teutonia Vinsebeck
Ingo Vanin


Teutonenstr. 14
32839 Steinheim-Vinsebeck
Tel. +49(0) 52 33 - 99 71 86
Mail info@tusvinsebeck.de | Web www.tusvinsebeck.de

Alle Vorsitzenden des TuS Vinsebeck

Gegründet: 18. September 1912

1912 – 1921: Karl Schulze

1921 – 1922: Anton Gemke (Sölters)

1922 – 1925: Karl Schulze

1925 – 1926: Anton Fricke

1926 – 1927: Anton Nolte

1927 – 1929: Karl Schulze

1929 – 1930: Heinrich Maas

1930 – 1931: Anton Nolte

1931 – 1933: Heinrich Kleine

1946 – 1947: Adolf Nolte

1947 – 1949: Wilhelm Postert

1949 – 1950: Johann Meilenbrock

1950 – 1952: Wilhelm Postert

1952 – 1953: Bartholomäus Syre

1953 – 1954: Willi Wiechers (Stamms)

1954 – 1955: Wilhelm Postert

1955 – 1956: Josef Klaholz

1956 – 1957: Josef Postert

1957 – 1959: Johannes Kleine

1959 – 1960: Josef Postert

1960 – 1961: Johannes Meilenbrock

1961 – 1963: Josef Postert

1963 – 1964: Hans Torke

1964 – 1974: Josef Postert

1974 – 1976: Norbert Schosnig

1976 – 1977: Rolf Hüge

1977 – 1983: Josef Postert

1983 – 1990: Wilfried Helmer

1990 – 1991: Alfred Stender

1991 – 1995: Josef Tracht

1995 – 2010: Heinz-Ludwig Schnelle

2010 - 2018: Ingo Vanin
ab 2018: Philipp Jasperneite


Die Chronik des TuS Teutonia Vinsebeck

Als im Jahre 1862 durch Königlich Preußische Order in den Schulen der Turnunterricht eingeführt wurde, war bis zur Durchführung der Idee des Turnvaters Jahn auf dem breiten Lande noch ein weiter Weg. In Vinsebeck waren es einige junge Männer, die von der turnerischen Idee beseelt, im Jahre 1912 die Jugend um sich scharten und den Turnverein Vinsebeck gründeten. Nach umfangreichen Vorarbeiten fand im September 1912 die Vereinsgründung und die Wahl des Vorstandes in der Gastwirtschaft Müller statt. Der neu gegründete Verein nannte sich „Deutscher Turnverein". Zum 1. Vorsitzenden wählte man Karl Schulze, zum Schriftführer und Kassierer Bernhard Bröker und zum Turnwart Anton Gemke. Zur ersten Aufgabe der Vereinsmitglieder gehörte die Anschaffung der Turngeräte, die durch Sonderbeiträge der Mitglieder und die finanzielle Unterstützung der Gemeinde und des damaligen Grafen rasch ermöglicht wurde. Im Sommer turnte man auf der Wiese links hinter der Johannesbrücke und im Winter im Saale Müller.
Im Jahre 1912 schreibt Lehrer Heinrich Mertens folgendes in die Schulchronik: „Im Mai 1912 schenkte Herr Reichsgraf Wolff Metternich auf Schloss Vinsebeck der Gemeinde Vinsebeck einen Turnplatz mit Turngeräten. Der Turnplatz liegt gleich hinter der Brücke, er nimmt die vordere Spitze des gräflichen Gartens ein. Die Turngeräte bestehen aus einem großen Turngerüst und einem Barren. Das eiserne Turngerüst besteht aus Reck, Kletterstange und Klettertau, schräger Leiter, Trapez und Ringen. Der mit dem Untergestell eingegrabene Barren hat verstellbare und abnehmbare Holme. Die Geräte sind für die Schulkinder und für alle Vereinigungen bestimmt, welche Jugendpflege betreiben."
Der kleinen Schar, denen die Gründung zu verdanken ist, haben sich dann im Laufe der Zeit immer mehr Gleichgesinnte beigestellt. Die Mitgliederzahl wuchs noch vor dem 1. Weltkrieg auf
40 an. In der Mehrzahl waren es junge Männer bis zu 25 Jahren, die dem Verein beitraten. Die
älteren Leute hatten noch kein Verständnis für den Sport. Es gab sogar Einige, die den Turnverein bekämpften, denn ihnen waren Jungen in Turnhosen und im Turnhemd ein Dorn im Auge, da das Tragen von Sportkleidung für sie ein Verstoß gegen die guten Sitten bedeutete. So kam es, dass sich mancher Vinsebecker Junge zur Turnstunde in den Saal schleichen musste. Aber auch diese Widerstände wurden durch das feste Zusammenhalten der Mitglieder beseitigt.
Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges kam das erste große Unglück über den Verein. Viele
Mitglieder mussten Soldat werden, der Sportbetrieb ruhte in Vinsebeck. 2 Mitglieder des Vereins
fielen im 1. Weltkrieg. Im Jahre 1921, 21/2 Jahre nach dem 1. Weltkrieg und in den darauffolgenden Hungerjahren, regten sich erneut Kräfte in Vinsebeck, um den Sportbetrieb wieder aufzunehmen.
Im Vereinslokal Müller wählte man einen neuen Vorstand. Anton Gemke (Sölters)
übernahm den Vorsitz, tatkräftig unterstützt von den Mitbegründern des Vereins, wie Anton
Fricke, Anton Nolte, Josef Nolte, Karl Becker und anderen. Aber auch viele neue Mitglieder,
besonders Jugendliche, traten dem Verein bei. Diese wünschten, dass neben Turnen auch
Leichtathletik betrieben und Faustball gespielt wurde. Der Verein nahm an vielen Wettkämpfen und Bezirksfesten in Paderborn, Lippstadt, Elsen, Bad Lippspringe, Bad Driburg, Altenbeken und anderen Orten teil. Schon bald verschaffte sich der Verein dadurch einen Namen im Paderborner und Corveyer Land. Auf dem Bezirkstag 1923 in Paderborn konnten dann auch die Vereinsvertreter gegen den Widerstand anderer Vereine durchsetzen, das Bezirksturnfest im Sommer 1924 in Vinsebeck durchzuführen. Durch dieses Fest kamen gewaltige Aufgaben auf den Verein zu. Galt es doch, alles mustergültig vorzubereiten und zu organisieren. Zu dieser Zeit schaffte sich der Verein auch eine Fahne an. Sie kostete 400,- RM, für die damalige Zeit viel Geld.
Die Mittel für diese, bis in die heutige Zeit noch gut erhaltene Fahne, brachte das Theaterspiel
„Elmar" auf. Im August 1924 erlebte dann der Sportverein Vinsebeck einen seiner größten Tage. Rund 400 Teilnehmer aus 20 Vereinen nahmen am Bezirksfest teil. Die Mehrzahl der auswärtigen Teilnehmer traf bereits samstags vor dem Fest in Vinsebeck ein. Da die Bettenzahl für so viele Gäste jedoch zu gering war, mussten noch zahlreiche Sportler in Scheunen auf Decken und Stroh untergebracht werden. Um genügend Turngeräte für das Fest zur Verfügung zu haben - die Geräte des Vereins reichten bei weitem nicht aus - fuhr man sie mit Pferdefuhrwerken aus der näheren und weiteren Umgebung heran. Am Sonntag rollte dann das sportliche Geschehen auf dem Gelände zwischen Markuslinde und Kapelle ab, eröffnet mit einem großen Umzug durch das Dorf, mit Festmusik und den 400 Sportlern, beschlossen mit dem Sportlerball am Abend im Saale Müller und im angebauten Festzelt. Die älteren Mitglieder des Vereins sind noch heute von diesem Fest begeistert. Die auswärtigen Gäste waren voll des Lobes. Vinsebeck selber hatte bis dahin so etwas noch nicht gesehen.
Drei Jahre später wurde der Verein in eine Krise gestürzt. 1927 gründete man, von kirchlicher
Seite unterstützt, einen Verein der „Deutschen Jugendkraft". Viele Mitglieder des Turnvereins wanderten ab. Zwischen den beiden Vereinen entstanden Reibungen. Durch diese Rivalität trat ein merklicher Leistungsrückgang ein. 1933 ist die dann auch die DJK Vinsebeck vom Nazi-Regime aufgelöst worden. Es gab nun wieder nur einen Sportverein in Vinsebeck, der sich von jetzt an TuS Teutonia Vinsebeck nannte.
Die Namensänderung war notwendig geworden, weil ja außer Turnen noch andere Sportarten
betrieben wurden. So war in den Jahren der Zwietracht auch der Fußballsport in Vinsebeck populär geworden. Anfangs wurden die Tore durch Bohnenstangen, verbunden mit Bindfäden, gebildet. Fußballschuhe und Trikots gab es noch nicht, und der Ball war so primitiv, dass Flickzeug und Luftpumpe immer zur Seite sein mussten. Gespielt wurde in vielen Straßenclubs, so bei Ronnemus Werkstatt, auf der alten Bleichstelle, auf der Schanze und bei Riekemanns vor der Tür. Manche Fensterscheibe und mancher Gartenzaun ist damals zum Ärger der Anlieger zerstört worden. Allmählich normalisiert sich dann auch das Fußballspielen in Vinsebeck. Der erste Sportplatz wurde auf dem Elschenberg errichtet. Das Gelände trägt heute noch die Bezeichnung „Alter Sportplatz". Wegen des schiefen Geländes verlegte man ihn später auf die Wiesen am Mühlenkamp und dann auf das Gelände vor der Kapelle, wo er sich noch heute befindet.
Um in Freundschaftsspielen gegen andere Vereine in einheitlicher Sportkluft antreten zu können,
kauften sich die Spieler vom persönlich ersparten Geld eine Fußballgarnitur in blau-weißen
Farben. Diese blau-weißen Farben sind dann die Traditionsfarben des Vereins geworden.
Die Jahre nach dem Zusammenschluss der beiden Vinsebecker Sportvereine bis zum Ausbruch
des 2. Weltkrieges waren Blütejahre des Vereins. Die 1. Fußballmannschaft spielte zunächst in
der Lippischen Kreisklasse, dann in der Kreisklasse Höxter. Die Begeisterung im Verein war so
groß, dass man mit Fahrrädern 20 km und weiter zu auswärtigen Spielen fuhr, denn einen
Omnibus konnte man sich noch nicht leisten.
Im Spieljahr 1935/36 stieg die 1. Mannschaft nach Erringen der Kreismeisterschaft in die
Bezirksklasse auf, die sich damals noch Kreisklasse nannte und die vier Kreise Paderborn, Büren,
Marburg und Höxter umfasste - und heute sicher mindestens Verbandsliga heißen würde. In dieser Bezirksklasse hielt sich die 1. Mannschaft des TuS Teutonia Vinsebeck bis zum Beginn des 2. Weltkrieges. Man spielte damals gegen Mannschaften wie Paderborn, Bad Lippspringe, Höxter, Beverungen, Elsen, Salzkotten und Warburg. Ein guter Mittelplatz ist dabei immer erreicht worden. Neben dem Fußballspiel standen auch weiterhin das Turnen und die Leichtathletik in hoher Blüte. Vinsebeck stellte 4 Turnriegen zu je 10 Turnern. Die Fußballspieler brachten es bis zur Kreismeisterschaft und die Leichtathleten holten sich viele Siegeskränze auf Sportfesten. In Vinsebeck selber fand noch vor dem Krieg ein großes Kreissportfest statt.
Selbst die Vinsebecker Schüler-Fußballmannschaft ist damals durch diese Leistungen mitgerissen
worden. Sie erkämpfte sich in einem schweren Fußball-Endspiel in Vörden gegen die
Schülermannschaft der Volksschulen der Stadt Höxter die Kreismeisterschaft.
Der 2. Weltkrieg setzte all diesem erfolgreichen Sporttreiben ein jähes Ende. 1940 wurde der
Sport für alle Seniorenmannschaften eingestellt. Die Jugendmannschaft konnte 1943/44 noch einmal Kreismeister der Kreise Höxter und Warburg werden. Der Verein stützte durch diesen furchtbaren Krieg in die größte Katastrophe seit der Gründung. Über 40 Sportler fielen, wurden vermisst oder kehrten verwundet in die Heimat zurück.
In den Sommermonaten des Jahres 1945 fing man in Vinsebeck wieder mit dem Fußballspielen
an. Auf dem Sportplatz war bei schönem Wetter täglich Hochbetrieb, im Herbst und Winter 1945
wurden wieder die ersten Freundschaftsspiele gegen Nachbarvereine ausgetragen. Nach und
nach kehrten dann noch einige Spieler aus der Kriegsgefangenschaft zurück, die das
Fußballspielen der Jugend sofort fleißig förderten. Im Jahre 1945 untersagten die
Besatzungsmächte zunächst jegliche Vereinstätigkeit. Erst 1946 wurde das Fußballspielen unter
Vereinen offiziell wieder zugelassen. Eine Senioren- und eine Jugend-Mannschaft erweckten den
Sportbetrieb zu neuem Leben. Als 1. Vorsitzenden wählte man Adolf Nolte, der sich schon vor
dem Krieg um den Verein verdient gemacht hatte. Von ihm übernahm im Januar 1947 Wilhelm
Postert das Amt des 1. Vorsitzenden.
Die Vinsebecker Jugendmannschaft war 1946 die Beste im Kreise Höxter. Sie errang in diesem
Jahre einen von der Stadt Brakel gestifteten Pokal, der unter den 10 besten Jugendmannschaften
des Kreises ausgespielt wurde.
Als im Frühjahr 1946 die Punktespiele wieder begannen, kam die 1. Mannschaft des TuS Teutonia Vinsebeck in die 1. Kreisklasse Höxter, die wegen der schlechten Verkehrsverhältnisse im ersten Nachkriegsjahr noch in zwei Gruppen aufgeteilt war. Zu den auswärtigen Spielen fuhr man mit Fahrrädern oder alten, offenen Lastkraftwagen, die mit Holzgas angetrieben wurden. Manche Panne im Auto musste unterwegs repariert werden, so dass die Fußballer oft erst spät in den Sonntagabendstunden zurückkamen.
An dieser Stelle ist noch auf eine weitere Zeiterscheinung hinzuweisen. Fußballspieler, vor allem
aus dem Ruhrgebiet, spielten wegen der schlechten Ernährungslage gegen Lieferung von
Naturalien auf dem Lande, im Volksmund „Speckspieler" genannt. Manche Dörfer und
Kleinstädte hatten sich auf diese Weise starke Mannschaften zusammengehamstert, zum Nachteil
der eigenen Jugend, die hierdurch vernachlässigt wurde. Als dann nach der Währungsreform
diese „Speckspieler" schlagartig in die Großstädte zurückwanderten, wurden viele Ländliche
Vereine in große Krisen gestürzt. Einige Vereine waren gezwungen, den Spielbetrieb ganz einzustellen.
In Vinsebeck war der Vereinsvorstand vernünftiger und weitsichtiger. Man nahm sogar im
Frühjahr 1948 den Abstieg aus der 1. Kreisklasse in Kauf. Schon im nächsten Jahr schaffte die 1.
Mannschaft den Wiederaufstieg und gehörte dann 10 Jahre hindurch zu den spielstärksten
Mannschaften im Kreis Höxter. große Fußballspiele wurden erfolgreich gegen Mannschaften wie
Beverungen Lügde, Brakel, Steinheim und viele andere Vereine ausgetragen.
Im Jahre 1954 ist der Sportplatz mit Hilfe von Toto-Mitteln begradigt und erneuert worden. In all
diesen Nachkriegsjahren hat sich der 1. Vorsitzende und spätere Ehrenvorsitzende, Wilhelm
Postert, um den Verein verdient gemacht. Neben Fußballspielen wurde nach dem Krieg auch
noch Leichtathletik betrieben. Die Vinsebecker Langstreckenläufer waren im ganzen Paderborner
Land bekannt, allen voran Robert Gemke, der damals in Südost-Westfalen nicht zu schlagen war.
Ende der 50er Jahre trat auch bei den Fußballspielern ein Leistungsrückgang ein, der 1959 zum
Abstieg in die 2. Kreisklasse führte. Im Jahre 1961 errang dann eine sehr junge Mannschaft ungeschlagen die Meisterschaft in der 2. Kreisklasse und stieg dadurch wieder in die 1. Kreisklasse auf.
Im Jahre 1962 feierte der Verein sein 50-jähriges Bestehen. Am 27. Januar wurde das
Jubiläumsfest im Saale Müller mit 250 Festteilnehmern eröffnet. Für 40 gefallene und vermisste
Sportler der Gemeinde Vinsebeck wurde eine Gedenktafel eingeweiht. 5 Vereinsmitglieder erhielten die goldene Vereinsnadel und 25 Mitglieder die silberne Vereinsnadel für langjährige
Mitgliedschaft. Die 50-Jahr-Feier am 11. und 12. August 1962 auf dem Sportplatz in Vinsebeck brachte eine Fülle spannender Kämpfe und Vorführungen mit Rasensport, Turnen und Fußball. Auf dem Festplatz waren Zelte und Karussells aufgestellt, ein wahres Volksfest für ganz Vinsebeck. Der Festmarsch durch das geschmückte Dorf und eine stille Feierstunde am Ehrenmal mit der Ansprache des Landrats Weskamp bildeten den Auftakt dieser Jubiläumstage. Der Fußballsport stand im Mittelpunkt dieses Jubiläumsfestes. Die Verbandsligisten TBV Lemgo und TuS Iserlohn bestritten das Fußballwerbespiel. Unsere Mannschaften spielten gegen Nachbarvereine. Die Turnerriege Lage, die in den Pausen durch turnerische Darbietungen beste turnerische Leistungen bot, erhielt reichlich Beifall. Mit frohen Stunden in den Zelten klang dieses Fest aus. Der Sportverein Vinsebeck hatte im Jahre 1962 bereits 140 Mitglieder, davon waren 45 aktive Sportler.
In den Jahren 1963 bis 1965 musste die 1. Mannschaft nochmals in die 2. Kreisklasse absteigen.
Seit dem Sommer 1965 spielte sie wieder in der 1. Kreisklasse Höxter und konnte immer gute
Mittelplätze belegen. In diesem Jahr errang sie die Vizemeisterschaft mit einem Punkt Rückstand
hinter dem SV Höxter.
Neben der 1. Mannschaft hatte der Verein in den 60er Jahren eine 2. Mannschaft, eine Alte
Herren-Mannschaft, eine Jugendmannschaft und eine Schülermannschaft. Bis zum Jahre 1972
stieg die Mitgliederzahl auf 200 an, davon waren ca. 80 aktive Sportler, in der großen Mehrzahl
Fußballspieler. Leider fehlte es in der bisherigen Vereinsgeschichte an einer geeigneten Übungsstätte, was sich besonders im Winter bemerkbar machte.

Der TuS Teutonia Vinsebeck feiert seinen 60. Geburtstag
Wie sehr der TuS Teutonia Vinsebeck als lebendes Glied in der Ortsgemeinschaft verhaftet ist,
machte der großartige Vereinsabend deutlich, mit dem Vinsebecks Sportler im Januar 1972 im
Saale Müller ihr Jubiläumsjahr einleiteten. Über 300 Personen kamen zum Auftakt des 60-jährigen Vereinsbestehens und zwangen den Veranstalter, selbst die Tanzfläche mit Tischen und
Stühlen zu besetzen. Vorsitzender Josef Postert war sichtlich erfreut, eine solche Welle der
Anerkennung zu finden. Diese Freude brachte er in seiner Begrüßungsansprache allen
Ehrengästen und Festteilnehmern zum Ausdruck. Den Rückblick auf die wechselvolle Vereinsgeschichte trug der Ortsheimatspfleger Heinz Schäfers vor, der in mühevoller Kleinarbeit die Chronik zusammengestellt hatte. Es wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und wohl keiner verspürte Lust, vorzeitig den Heimweg anzutreten. Vom 19. bis 27. August 1972 war der sportliche Höhepunkt des Jubiläumsjahres. Mit einem großen Kommers am 19. August im eigens errichteten Festzelt eröffnete der Verein die Sportwoche. Mehrere Pokalturniere wurden ausgetragen. Ausklang fand das sportliche Geschehen mit einem Fußballspiel des Verbandsligisten FC Paderborn gegen den Landesligisten SV 21 Steinheim, welches unentschieden 1 : 1 endete.

Der Bau der Turnhalle
Viele Jahre haben Vertreter Vinsebecks im Gemeinde- und später im Stadtparlament für den Bau
der Turnhalle gekämpft. Endlich, am 29.03.1972 erteilte die Bezirksregierung in Detmold den
Bewilligungsbescheid für den Bau einer Turnhalle in der Größe von 10 x 18 Metern. Die Sportler
Vinsebecks wollten aber eine Halle von mindestens 12 x 24 Metern. Auf Initiative von Anton
Hansmann und Heinz Schäfers wurde am 21.04.1972 in der Gastwirtschaft Müller ein
Förderverein Turnhalle gegründet. Zweck dieses Fördervereins war es, die Mehrkosten für die
größere Turnhalle zu übernehmen. Vorbildlichen Gemeinschaftsgeist zeigte der überwiegende
Teil der Bevölkerung Vinsebecks. In verhältnismäßig kurzer Zeit erbrachte sie die Mehrkosten
durch unentgeltliche Arbeitsstunden und Geldspenden auf. Besonders zeichneten sich aus die
Rentner Adolf Nolte und Wilhelm Disse, sowie die Sportfreunde Franz Pott, Robert Gemke,
Johannes Hansmann, Johannes Kleine, Anton Nolte, Josef Postert, August Müller, Fritz und Josef
Schnelle. Durch eine großzügige Geldspende unterstützte der Fabrikant Walter Kuhfuß die
Gemeinschaftsleistung des Vereins.
Am 3. Juni konnte mit dem Bau begonnen werden. Freude über die große Eigenleistung herrschte
im Dorf, als bereits am 30.11.1972 im Saale Müller das Richtfest gefeiert wurde. In einer kleinen
Feierstunde am 21.09.1973 weihte Pfarrer Bolte die Halle ein, anzuschließend übergab der
Bürgermeister der Stadt Steinheim den Schlüssel an die Schulleiterin Frau Clausmeier. Ein lang
ersehnter Wunsch der Sportler Vinsebecks war in Erfüllung gegangen. Ein schönes Geschenk für
den Sportverein gerade im Jubiläumsjahr.

Die Tischtennis-Abteilung

Wie nützlich die Turnhalle für den Breitensport war, sollte sich in den nächsten Jahren zeigen.
Infolge der fehlenden Übungsstätte war es erst nach Fertigstellung der Turnhalle möglich, eine
eigene Tischtennisabteilung zu gründen. Schon 1975 spielte man in der Meisterschaftsrunde der
2. Kreisklasse mit und schaffte im folgenden Jahr den Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Auch eine
Jugendmannschaft vertrat erfolgreich die Farben des TuS Teutonia. Bis Ende der 80-er Jahre spielte noch die Seniorenmannschaft in der 1. Kreisklasse.
Das Frauenturnen nahm seit dem Herbst des Jahres 1973 einen stetigen Aufschwung. Auch mit
einer Volleyballmannschaft trugen die Frauen Pokalspiele gegen benachbarte Vereine aus. Eine
stattliche Anzahl Frauen traf sich wöchentlich zur Übungsstunde.
Die im Jahre 1975 von Robert Gemke gegründete und dann, nach seinem viel zu frühen Tod, von Franz-Josef Richter und Josef Tracht weitergeführte Leichtathletik-Abteilung ist den
letzten Jahren besonders rührig und erfolgreich. 120 Leichtathleten, darunter viele Jugendliche
und Kinder, sind zu einer Säule des Vereins geworden. Bei zahlreichen Sportveranstaltungen in
Westfalen und Hessen ließen Vinsebecker Athleten durch ihre läuferischen Leistungen aufhorchen und machten große Leichtathletik-Vereine Deutschlands auf die Vinsebecker Talente aufmerksam, die dann dort nach wie vor große Erfolge erzielen.
Ab dem Frühjahr 1978 richtete die Leichtathletik-Abteilung jährlich auf dem Segelfluggelände die Kreis-Crosslauf-Meisterschaften aus. Die vielen Läufer aus dem Kreisgebiet zeigten sich nicht nur mit der Laufstrecke, sondern auch mit der Organisation des TuS Teutonia sehr zufrieden. Am 29. Oktober 1978 veranstaltete die Leichtathletik-Abteilung den 1. Internationen Volkslauf in Vinsebeck. Es war ein Versuch, der so großartig ankam. Alle Erwartungen wurden weit übertroffen.
Mehr als 1000 Läufer und Wanderer aus ganz Deutschland, Holland, Belgien und England
gingen an den Start. In 22 verschiedenen Klassen wurde gelaufen. Eine große organisatorische
Leistung wurde vollbracht. Dieser Internationale Volkslauf hatte ein Zeichen gesetzt und ist
wegen des großen Erfolges anfangs jährlich jeweils am letzten Oktober-Sonntag wiederholt worden.
Nun ist seit Jahren der Internationale Volkslauf in den Rahmen des alljährlichen Sportfestes Ende
Juli/Anfang August integriert. Der TuS Teutonia Vinsebeck als Ausrichter dieser großen
Leichtathletikveranstaltung im Kreise Höxter hat hierdurch seinem Namen alle Ehre gemacht.
Ostwestfälische Crosslauf-Meisterschaften am 28.02.1982
Zu einer echten Großveranstaltung wurden mit 630 Teilnehmern die Ostwestfälischen Crosslauf-
Meisterschaften, die zum ersten Male im Kreis Höxter auf dem Vinsebecker Segelfluggelände ausgetragen wurden. Der Verein hatte alles im Griff bei den vielen unerwartet großen und auch qualitativ starken Teilnehmerfeldern der Schüler- und Alters-Klassen. Die Mannen um Robert Gemke und Franz-Josef Richter ernteten ein dickes Lob von den Ostwestfälischen Vereinen hinsichtlich der gesamten Veranstaltung und besonders für die optimale Streckenführung. Die zahlreich erschienenen Zuschauer sahen bei bestem Läuferwetter ausgesprochen gute Leistungen und spannende Titelkämpfe in allen Altersklassen.
Westfälische Crosslauf-Meisterschaften am 02.02.1986
Erstmals in der Geschichte der Leichtathletik wurden die Westfälische Crosslauf-Meisterschaften
im Kreis Höxter ausgetragen. Mit der Durchführung dieser Meisterschaften beauftragte man den
Vinsebecker Sportverein, der sich bei der Organisation von Veranstaltungen dieser Art bereits
schon vielfach bewährt hatte. Rund 800 Läufer und Läuferinnen aller Alters-Klassen gingen in der eit von 11.00 bis 15.00 Uhr an den Start und waren mit den äußeren Begebenheiten rund
herum zufrieden. Nach der hervorragenden Vorbereitung und Organisation der Westfälische Meisterschaften hatte sich der TuS Teutonia Vinsebeck auf Anregung des Verbandes, dann auch um die Ausrichtung der Deutschen Titelkämpfe 1988 beworben. Und bekam den Zuschlag.
Deutsche Crossmeisterschaften am 4. und 5. März 1989
Am 4. und 5. März 1989 fanden die Deutschen Cross-Meisterschaften auf dem Segelflugplatzgelände statt und wurden ein riesiger Erfolg. Dieser Wettbewerb wurde rstmalig im Kreis Höxter ausgetragen und wurde für eine Ausnahmesportlerin aus dem Kreis Höxter, die mit ihren konstant guten Leistungen die Chronik der Leichtathletikfreunde Lüchtringen über Jahre entscheidend mitprägte, zur Stätte ihres größten Triumphes: Unter dem frenetischen Jubel hunderter Zuschauer löst sich Carmen Fromme am letzten Anstieg der 5200 Meter langen Strecke der weiblichen Jugend A von ihrer Konkurrentin Carmen Hegmann und wird mit sieben Sekunden Vorsprung Deutsche Meisterin. Die Vinsebecker Laufsportabteilung bekam viel Lob von allen Seiten für die perfekte Organisation der Cross-DM. Der damalige Oberkreisdirektor Paul Sellmann bezeichnete Vinsebeck sogar als „Mekka des Crosslaufs" und Heinz Schrader, Vositzender des Kreissportbundes, sagte: „Hier herrscht zwei Tage Olympiastimmung".2.300 Läuferinnen und Läufer aus ganz Deutschland nahmen an den Wettbewerben teil.

Im Jahr 1981 ist der Volkstanz oder Folklore populär geworden. Unter der
Leitung von Anke und Willi Aust übte eine Gruppe junger Sportlerinnen wöchentlich in der
Turnhalle. Die öffentlichen Auftritte haben die Zuschauer begeistert.

Der Verein feiert sein 70-jähriges Bestehen in einer Sportwoche
Mit „Pauken und Trompeten" feierte der TuS Vinsebeck vom 7. bis 15.08.1982 sein 70-jähriges
Bestehen in dem eigens errichteten, festlich geschmückten Zelt, direkt am Sportplatz. Viele
Vereinsmitglieder und Freunde des TuS werden sich noch an diese Jubeltage erinnern. Der
Vorsitzende Josef Postert konnte zum Festkommers zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Der
Musikverein Steinheim und der Spielmannszug Vinsebeck sorgten für die musikalische
Umrahmung. Und der Festausschuss hatte sich für den offiziellen Kommers etwas besonderes
einfallen lassen. Mit Einlagen der Folkloregruppe, sowie der Gymnastikgruppe und den
Leichtathleten und Fußballern überbrückte man die Pausen des festlichen Kommers. Der
Vorsitzende des Kreissportbundes und der Bürgermeister der Stadt Steinheim würdigten den
Vinsebecker Sportverein. Gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden. Mit mehreren
Pokalturnieren, Freundschaftsspielen und dem Einlagespiel Vinsebeck gegen den Landesligisten
Vfl Schlangen gestaltete man das sportliche Programm des Jubiläums.
Neubau des Sportplatzes in den Jahren 1982 - 1984
Gleich nach Beendigung der Festwoche zum 70-jährigen Bestehen begann man mit dem Ausbau
des neuen Sportplatzes. Die Arbeiten zogen sich über den Zeitraum von 2 Jahren hin. Mit einem
nicht unerheblichen Anteil an Eigenleistungen wurde das großartige Sportgelände geschaffen -
nach Aussagen vieler Sportler des Umkreises eines der schönsten im Kreis Höxter - und in der 1.
Augustwoche des Jahres 1984 dem Sportverein übergeben. Die dazugehörige Leichtathletik-
Anlage wurde im Jahre 1986 fertiggestellt und den Athleten übergeben. In der Zwischenzeit wurde auf dem Sportplatz in Ottenhausen gespielt und trainiert.

Die erste Mannschaft des TuS Vinsebeck
Die Fußballabteilung ist seit Jahrzehnten eine der Hauptstützen des Vereins. Die 1. Mannschaft spielte von 1965 bis 1992 ununterbrochen in der 1. Kreisklasse Höxter, was ziemlich einmalig im Sportkreis Höxter war. Dreimal scheiterte der TuS mit einer stark besetzten Mannschaft Ende der 1980er Jahre nur knapp am Aufstieg in die Bezirksliga.
1992 folgte der Abstieg in die B-Liga. Nach drei Jahren in der B-Liga stieg Vinsebeck 1995 wieder in die A-Liga auf und hielt sich dort bis 2000. Nach erneut zwei Jahren in der B-Liga kam aber 2002 wieder eine starke Zeit des TuS. In der Saison 2005 wurde der TuS unter der Regie von Spielertrainer Norbert Dölitzsch noch Vizemeister und 2006 klappte es dann endlich: Der TuS Vinsebeck stieg als Kreismeister in die Bezirksliga auf. Vor fast 1.000 Zuschauern wurde am letzten Spieltag (Pfingstmontag) der SV Sandebeck mit 2:0 besiegt und der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte war perfekt! Mit 66 Punkten (21 Siege, 3 Remis, 6 Niederlagen) und 79:36 Toren ließ der TuS Vinsebeck den TuS Bad Driburg hinter sich. Zwei Jahre hielt sich der TuS ohne große finanzielle Anstrengungen in der Bezirksliga. Im dritten Jahr folgte dann der Abstieg. Seit 2009 spielt der TuS in der Kreisliga A aber eine gute Rolle und hat in diesem Jahr den vierten Platz erreicht mit Maik Disse als Spielertrainer.

Bau des Sportheimes
Lange war es geplant und 1994 war es dann so weit. Der TuS Vinsebeck bekam endlich ein Sportheim am Sportplatz. Ganz früher wurde sich nach dem Spiel im Heubach, an der Bleiche oder in einem Waschzuber in der Gastwirtschaft Müller gewaschen. Später als die Tunrhalle gebaut wurde, war dort lange Jahre die Umkleide- und Duschmöglichkeit. Mit mehr als 4.500 Stunden und 115.000 DM an Eigenleistung errichte der TuS Vinsebeck sein Sprtheim. Am 26. Juli 1989 wurde der Bau bei der Stadt beantragt, der erste Spatenstich erfolgte am 18. Oktober 1993. Und dank der fleißigen Helfer, vor allem der „Rentnerband", schaffte der Vorstand um den Vorsitzenden Josef Tracht die Errichtung des lang ersehnten Sportheimes.

Die Zukunft des TuS Vinsebeck
Jahrelang schlief die Jugendarbeit, auch aufgrund zu wenig Nachwuchsspieler. So spielten die meisten Jungs beim SV Bergheim, früher auch mal beim TSV Belle oder SV Steinheim. Seit 2008 gibt es wieder eine eigene Jugendmannschaft beim TuS. Trainer Uwe Müller fing mit acht Minikickern (6 - 8 Jahre) an und nun hat er in diesem Jahr eine E-Jugend mit 15 Spielern. Darauf lässt sich aufbauen.